
Außerdem hat der Neubau sicher seine ästhetischen Vorteile. Nicht nur, dass viele Bürger den ungeliebten Hochhausbau zum Teufel wünschen, die Neuordnung des Bahnhofsgebietes bietet sicher auch Vorteile, angefangen von der „Öffnung“ des Durchstichs Westfälische Straße hin zum neuen „Rathausplatz“, über den hoffentlich anschaubareren, sicher aber praktischeren Neubau, bis hin zu unbestreitbaren energetischen Vorteilen. Es stellt sich aber die Frage, ob diese Vorteile die finanziellen Nachteile aufwiegen? Die Erfahrung lehrt, dass Neubauten praktisch immer deutlich teurer werden, als geplant. Wenn das Rathaus mit 12 Millionen Euro veranschlagt wird, wie teuer mag es werden, wenn man bedenkt, dass die Hakemickeschule damals anfangs mit 7,5 Millionen veranschlagt wurde, am Ende aber fast zwölf Millionen kostete? Und muss eine Sanierung wirklich zehn Millionen kosten? Oder kann man mit der Hälfte auch schon einiges bewirken? Und warum werden hier wieder einmal die Zahlen so jongliert, dass es gerade eben mal so für den Neubau ausgeht? Mit hypothetischen „Verkaufswerten“ nach 25 Jahren? All das lässt uns sicher nachdenklich werden. Auf jeden Fall werden wir die Zahlen genauestens unter die Lupe nehmen, ehe wir zu einer Entscheidung kommen. Natürlich spielt bei dieser Entscheidung auch das Wunschdenken ein wenig mit, aber es kann auf keinen Fall eine nüchterne Beschäftigung mit den Kosten ersetzen. Nicht angesichts der immens hohen Gesamtverschuldung des „Konzerns“ Stadt Olpe. Wir möchten aber auch die Meinung der Olper Bürger in unsere Entscheidung mit einbeziehen. Zumindest hätten wir gerne die Stimmung einmal abgefragt.
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