Die Stadt Olpe hat ein Mobilitätskonzept erstellen lassen, dass von allem Fraktionen einstimmig beschlossen wurde. Hierin wird unter anderem festgestellt, dass in Olpe grundsätzlich ausreichend Park- und Stellplätze vorhanden sind. Allerdings ist entscheidend, wer wo und wie lange parkt (Kurzzeit- oder Dauerparker, Kostenlos- oder Mietparkplätze, Anwohner oder Berufspendler, usw.). Die Mobilität wird sich in Zukunft verändern, aber das Auto wird in Olpe und vor allem auf den Dörfern weiterhin für viele Jahre das wichtigste Verkehrsmittel bleiben.
Deshalb müssen nach Ansicht der UCW an den Stadträndern Langzeit-Parkplätze insbesondere für Berufspendler geschaffen werden, die dann mit guten Gehwegen oder sogar z.B. Shuttle-Bussen (die in Zukunft wahrscheinlich autonom fahren werden) mit der Innenstadt verbunden werden. Damit können die Innenstadtparkplätze verstärkt für Kurzzeitparker, also zum Beispiel für Kunden des Einzelhandels, Besucher vom Arztpraxen oder auch Anwohnern frei gehalten werden.
Die UCW hat in den vergangenen Jahren mehrfach entsprechende Prüfaufträge beantragt, die aber immer – insbesondere durch die CDU als Mehrheitsfraktion – abgelehnt wurden.
Die UCW fordert ein ernst gemeintes und funktionierendes Mobilität- und Parkraummanagement! Ein „weiter so“ darf es auch bei diesem wichtigen Aspekt der Stadtentwicklung nicht geben.
Die UCW schlägt deshalb unter anderem vor, einen „Runden Tisch Mobilität und Parken“ einzurichten, an dem alle involvierten Akteure, wie insbesondere Einzelhandel, Schulen, Dienstleister und große Arbeitgeber im Innenstadtbereich, teilnehmen. Dort können Meinungen und Ideen ausgetauscht und nach Möglichkeit auch Lösungen vereinbart werden, die unter Berücksichtigung unterschiedlicher Interessenslagen zukunftsorientiert zu Verbesserungen der Verkehrssituation und der Lebensqualität führen. Aber: Auch dieser Ansatz wurde bisher von den anderen Fraktionen nicht mitgetragen.
